Design Thinking im WIND-Workshop

Im vorangegangenen Beitrag haben wir uns mit dem Nutzen des Design Thinkings für die Geschäftsmodellinnovation auf einer theoretischen Ebene beschäftigt. Im Folgenden stellen wir den Prozess der Geschäftsmodellentwicklung mit WIND-Workshop dar – dabei haben wir wesentliche Aspekte des Design Thinkings berücksichtigt.

Um eine erfolgreiche Geschäftsmodellinnovation bzw. -transformation in größeren Unternehmen zu bewältigen, sind weitaus mehr Beteiligte als 5-8 Personen zu integrieren. Aufgrund der hohen Komplexität von Geschäftsprozessen und resultierender hoher Arbeitsteiligkeit sind für eine ganzheitliche Lösungsfindung nicht selten 18 Kompetenzträger und mehr notwendig. Um die Stärken von Design Thinking auch für erfolgreiche Geschäftsmodellinnovationen in größeren Unternehmen ausspielen zu können, haben wir in unserem WIND-Workshop die wesentlichen Merkmale der Innovationsmethode mit der wintegration, einer Methode zur hoch strukturierten Moderation großer Gruppen, kombiniert.  Mit dem WIND-Workshop können 18 bis 42 Kompetenzträger in ca. 3 Tagen innovative Geschäftsmodelle nach Vorbild des Design Thinkings entwickeln.

In Phase (1) beschreiben wir mit Ihnen analog „Verstehen“ den Status Quo Ihres aktuellen Geschäftsmodells sowie die Beziehung Ihres Unternehmens zu Kunden und Partnern.

In Phase (2) identifizieren wir gemeinsam analog „Beobachten“ die wesentlichen technologischen, verhaltensorientierten oder regulatorischen Veränderungsimpulse und visualisieren bspw. Kundenverhalten mittels Persona und Customer Journeys.

In Phase (3) „Fokussieren“ aggregieren Sie mit uns die ersten beiden Phasen zu einer strategischen Position und setzen so den weiteren Handlungsrahmen in Form einer Eröffnungsfrage für den nachfolgenden Kreativprozess (Beispiel: „Welche Geschäftsmodellinnovationen sind notwendig, um in den nächsten 3-5 Jahren unter den TOP5 meiner Branche zu sein?“) zur Geschäftsmodellentwicklung. Die bis dato entstandenen Arbeitsergebnisse werden im Workbook festgehalten und den Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Mit Phase (4) beginnt die Durchführung des Workshops. Im Workshop findet zunächst der Ideenfindungsprozess mit Priorisierung der vielversprechendsten Geschäftsmodellideen statt.

In Phase (5) wird über drei Iterationen hinweg am Reifegrad der Geschäftsmodellideen gearbeitet. Die „Prototypen“ werden vom Team regelmäßig im Plenum vorgestellt und auch während der Teamarbeit kommen Kritiker regelmäßig zu Wort. Am Ende des WIND-Workshops werden die wichtigsten Meilensteine und Verantwortlichkeiten definiert und so wesentliche Grundlagen für eine weitgehend selbstorganisierte Phase (6) „Verfeinerung“ gelegt. Die im Verlauf des Workshops entstandenen Ergebnistypen und Essenzen werden im Workbook ergänzt und stehen allen Beteiligten in dieser Phase zur Verfügung.

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